La Corse: Une montagne dans la mer - et beaucoup plus que ça!

Corsica: A mountain in the sea - and lots more!

Korsika: Ein Gebirge im Meer - und mehr!

Der Duft von Korsika

"Aber als ich dann durch die Felsen stieg, wo saubere, schlanke schwarze Schweine grasten und die schwarzen Schafe, da nahm ich einen eigentümlichen Geruch wahr, der süss und würzig die Luft durchdrang. Wie schwerer Wein und Honig und Rosen und Fichtenharz. Was war das doch? Eine Fuchsfährte, die nicht stank. Ein Felsblock, der aus dem Stein einen Duft warf wie die Veilchenblöcke des Schwarzwalds. Ein Wasser, das ätherische Öle führte, oder ein wohlriechender Bach. Wo kam das Duften her? Von der Erde, von Pflanzen, von Tieren? Hier aus dem Felsen brach's. Da kletterte ich hinauf und steckte die Nase in die Luft und witterte und roch und hatte es : Rosmarin! Eine Heide von Rosmarin. Ein Wald von Rosmarin. Ein Land von Rosmarin. Ich nahm einen Busch, er duftete stärker als alle Blumen, die ich kannte, schwer und süss und kräftig; meine Hand duftete, und mein Mantel roch nach Rosmarin. Das war der Duft von Korsika."

(Ludwig Finckh, Biskra, 1961)

Es ging die ganze Zeit an Korsika entlang...

Es ging die ganze Zeit an Korsika entlang,
bei steifem Wind, ich hoffe, man sagt so,
an diesem blaubehauchten, drachenhaften Land,
davor das Wasser, blendend und bewegt,
darüber hohe Wolken wie in Wartestellung,
als ob der stundenlang gezackte Rücken
sich plötzlich aus dem Wasser heben könnte
und irgend jemand müsse da sein, der ihn mäßigt,
sich allzuhoch ins Himmelsblau zu recken: Korsika,
ich bitt Sie! Wenn das nun jede Insel machen würde!

Robert Gernhardt, Olbia - Livorno
zitiert nach "Da: Das Meer!" marebuchverlag 2005

Eine Bar auf Korsika ist ideal für den Roman

Jérôme Ferrari hat für seinen Roman "Predigt auf den Untergang Roms", der in einer korsischen Dorfkneipe spielt, den Prix Goncourt gewonnen. Sandra Kegel hat ihn dazu für die Frankfurter Allgemeine Zeitung interviewt:
"In Ihrem jüngsten Roman "Predigt auf den Untergang Roms" setzen Sie den Gedanken des Philosophen Leibniz von der besten aller möglichen Welten ausgerechnet in einer korsischen Dorfkneipe literarisch um. Wie kommt man auf die Idee, eine Bar zum Zentrum eines Romans zumachen?
J. Ferrari: Darauf gibt es zwei Antworten. Die literarische ist, dass der Roman die Welt zum Thema hat. Eine Bar erschien mir dafür ein angemessener Ort zu sein, zumal in Korsika. Denn dort begegnen sich Leute, die von überall kommen und sich anderswo vielleicht nicht getroffen hätten. In einem Dorf ist die Bar der zentrale Ort, die Kreuzung, über die alle gehen. Die eher triviale Antwort auf Ihre Frage ist, dass ich einfach gern in Bars bin. Und weil ich viele Jahre auf Korsika gelebt habe, kenn ich die Bars dort sehr gut. [...]"
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.05.2013

UTE SCHROEDER

Ihre Reisebegleiterin für einen unvergesslichen Korsika-Urlaub
Korsika